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Resilienz als Erfolgsfaktor eines Teams

Aufgrund dem sehr guten Vortrag mit dem Titel "Haben wir uns wegdigitalisiert? Resiliente Teams aufbauen" von Claudia Hartmann möchte ich mich diesem Thema intensiver beschäftigen. Es ist ein sehr wichtiger Baustein in der heutigen Zeit, damit die Veränderungen nicht zur Krise werden. 

 

Definition

Resilienz auf der persönlichen Ebene ist die sogenannte "Steh-auf-Mentalität". Es ist die seelische Widerstandsfähigkeit oder Unverwüstlichkeit und somit auch das Immunsystem der Seele.

 

Die gute Nachricht ist, dass Resilienz nicht angeboren ist, sondern jeder kann im Lauf der persönlichen Entwicklung sich dies aneignen. Somit ist dies bis zu einem gewissen Grad auch für Teams möglich.

 

 

Persönliche Basis zum Erlernen: 7 Säulen der Resilienz

Mittels  den nachfolgenden 7 Faktoren kann jeder überprüfen in wie weit seine eigene Reslilienz vorangeschritten ist. Für mich persönlich sehe ich viele Parallelen zu der Grundhaltung im Bereich NLP

1. Akzeptanz

Veränderungen akzeptieren und die Komfortzone verlassen. Situationen, die nicht mehr zu ändern sind, anzunehmen und die Vergangenheit als solche zu akzeptieren. Jeder Widerstand bedeutet Energieaufwand. Daher empfiehlt es sich eher zu hinterfragen, ob die Veränderung nicht auch einen positiven Effekt hätte. 

 

2. Optimismus

Optimismus als Grundhaltung leben. Optimismus ist die Fähigkeit, positiv und voller Hoffnung in die Zukunft zu blicken und an einen guten Verlauf der Dinge zu glauben. Jeder mit dieser Einstellung weiß, dass die benötigte Kraft in sich haben haben und gerne ihr eigenes Leben in die Hand nehmen und dass Schwierigkeiten und Krisen nur vorübergehend sind.

 

3. Selbstwirksamkeit

Sich selber seinen eigenen Fähigkeiten bewusst sein und an sich selber glauben. Dazu gehört aber auch ein hoher Grad an Selbstreflexion und die Fähigkeit eigene Einstellungen auch verändern zu können, um handlungsorientierter zu werden.

 

4. Verantwortung übernehmen

Durch Eigeninitiative sich proaktiv für die Erreichung der eigenen Ziele einzusetzen. Es geht darum, sich nicht vor Verantwortung drücken, sondern genau so viel zu übernehmen, wie einem zukommt.

 

5. Netzwerkorientierung

Komplexe Probleme können nur gemeinsam gelöst werden. Durch die Fähigkeit, ein System mit menschlichen Beziehungen zu knüpfen und zu nutzen bekommt jeder ein Gefühl der inneren Stärke und es erweist sich insbesondere in schwierigen Zeiten als sehr unterstützend und wertvoll.

 

6. Lösungsorientierung

Klare Ziele zu formulieren und die richtigen Wege der Realisierung zu finden, indem man nach vorne blickt und die vergangenen Situationen reflektiert.

 

7. Zukunftsorientierung

Mit Umsicht, sich auf die Zukunft aktiv und bewusst vorzubereiten

 

Resiliente Menschen entwickeln Visionen und dann Ziele, wie sie künftig leben und arbeiten wollen. Wichtig für die Planung ist die Wahl eines geeigneten Ziels, das erreichbar und spezifisch sowie mit der Persönlichkeit vereinbar ist.

 

mehr Informationen und Übungen

 

Organisatorische Resilienz

„Organisationale Resilienz ist die Fähigkeit einer Organisation, etwas abzufedern und sich in einer verändernden Umgebung anzupassen, um so ihre Ziele zu erreichen, zu überleben und zu gedeihen. Resilientere Organisationen können Risiken und Chancen – aufgrund von plötzlichen oder allmählichen Veränderungen im internen und externen Kontext – antizipieren und darauf reagieren.“

 

ISO-Norm 22316:2017

Ja, richtig gelesen - es gibt eine Norm hierzu, die einen Orientierungsrahmen bietet, um konkrete Handlungsfelder zu identifizieren. Endlich auch mal eine sinnvolle Norm :). Auf die nachfolgende 9 Schlüssel geht die Norm näher ein. Für mich persönlich sind diese Punkte auch durch die 12 agilen Prinzipien abgedeckt.

 

9 Schlüssel um organisationale Resilienz zu entwickeln

  • Geteilte Vision und klares Ziel - Führen durch Ziele, um auch den Zweck und der Rahmen transparent zu machen
  • Umfeld verstehen und beeinflussen 
  • Effektive und ermutigende Führung - Führung als Dienstleistung nur den Rahmen vorgeben und den Mitarbeiter befähigen
  • Resilienzfördernde Kultur
  • Information und Wissen teilen - Nutzen der Schwarmintelligenz, kein Spezialisten mehr notwendig
  • Verfügbarkeit von Ressourcen
  • Koordinierte Unternehmensbereiche 
  • Kontinuierliche Verbesserung fördern
  • Veränderung antizipieren und managen - in die Unternehmenskultur integrieren

Team Resilienz

Resiliente Teams zeichnen sich durch folgendes Verhalten aus:

Selbst unter enormem Zeitdruck bleiben Sie ruhig und unterstützen sich gegenseitig. Es wird auf der einen Seite konsequent nach eigenen Gestaltungsräumen gesucht und die für das Team richtige Unternehmenskultur eingefordert. Auf der anderen Seite wird Kritik konstruktiv aufgenommen und Sie sind daher eher in der Lage, Rückschläge zu verkraften oder berufliche Krisen besser zu bewältigen. Schlußendlich gehen diese Teams aus solchen Tiefs eher gestärkt als geschwächt hervor.

 

Jeder der bereits persönlich eine hohe Resilienz hat, wird dies auch im Team erfolgreich umsetzten, solange das Umfeld dafür geschaffen wurde. Die nachfolgenden zwei Bilder sind aus dem Vortrag und zeigt, wie dies erreicht werden kann.

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