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#CultureChange: Warum ein Kulturwandel erfolgreiche Unternehmen unterstützt auch zukünftig erfolgreich zu sein


Welche Voraussetzungen müssen für einen erfolgreichen Kulturwandel geschaffen werden?

Vergangenes Jahr habe ich bereits folgende Frage aufgegriffen "Warum ist Agilität in der heutigen Zeit so wichtig?" Ich habe dort unter anderem zu Beginn Management, Arbeit und Industrie nach meinen Verständnis eingeordnet. Auf einen Blick wird ersichtlich, dass die Industrie bzw. Markt durch den Einsatz von neuen Technologien der Treiber der Veränderung im Bereich Arbeit und Management darstellt.

Eine Führungskraft, die versucht ein IoT-Team durch Control & Command (Taylorismus) zu beherrschen, ist zum Scheitern verurteilt. Für diese Aufgabe sind Wissensarbeiter mit einen anderen Denkweise als im Industriezeitalter erforderlich. Genau dies erfordert einen Kulturwandel durch Umdenken auf allen Ebenen, basierend auf dem entsprechenden Werten wie Offenheit, Respekt, Vertrauen aber auch Eigenverantwortung.

 

 

Welche transformation ist für diesen Kulturwandel notwendig?

Vorbildfunktion und Treiber

Der wichtigste Faktor ist, dass die Geschäftsführung ein aktiver Treiber des Kulturwandels ist und das entsprechende Umfeld im Unternehmen schafft. Ein weiterer Erfolgsfaktor ist, dass alle Beteiligte kontinuierlich mit einbezogen werden.

 

Die Abbildung zeigt, welche Schritte vollzogen werden sollten:

  • Vom Profit zum Zweck (durch Kundenorientierung und Führen mit Vision): Hier sollte hinterfragt werden, was das eigentliche Ziel der Organisation ist und zwar aus Sicht des Kunden. Jede Organisation, die immer noch nur die Gewinnmaximierung als Ziel hat, wird langfristig sich nicht mehr am Markt behaupten können. Durch die Ausrichtung der Aktivitäten auf den Kunden wird automatisch ständig hinterfragt, welches Problem bzw. Bedürfnis des Kunden damit gelöst wird und somit auch automatisch nicht mehr alles umsetzt. Durch Mehrwert wird mehr Wert (Gewinn und Wissen) in einem Unternehmen erzielt.
  • Von Hierarchie zum Netzwerk (Durch Abbau von Silos zur kontinuierlichen Zusammenarbeit/Austausch und Schwarmintelligenz): Um schnell auf Anforderungen und Probleme reagieren zu können, macht es keinen Sinn mehr über Hierarchien zu kommunizieren. Jeder sollte jeden kennen und wissen welchen Experten er sofort bei welcher Frage direkt ansprechen kann. Wird zusätzlich dies noch als lernende Organisation umgesetzt, in der Wissen untereinander kontinuierlich getauscht und aufgebaut wird, sind auch die notwendigen Wissensarbeiter flächendeckend vorhanden.
  • Von Controlling zum Empowerment (Befähigen von Mitarbeiter das richtige zu Tun auf Basis von Vertrauen und Offenheit): Durch Schaffen von autonomen Arbeitsbedingungen wird Eigenverantwortung und die sogenannten selbstorganisierten Teams möglich. Dies bedeutet nicht, dass keine Führung mehr notwendig ist, sondern es ist eine herausforderndere Führung als vorher notwendig. Die Führungskraft ist nun verantwortlich alle Hindernisse und Probleme, die vom Team selber nicht gelöst werden kann, schnellstmöglich zu beseitigen und ein entsprechendes Umfeld zu schaffen.
  • Von Planung zu Experimente (durch eine Schaffung einer kontinuierlichen Fehler- und Feedbackkultur): Ein komplexes Umfeld kann nur durch Ausprobieren und Erfahrungen sammeln beherrscht werden. Dies bedeutet auch Fehler willkommen zu heissen und daraus schnellstmöglich zu lernen (aus Scheitern lernen). Durch die hohe Kundenorientierung werden kontinuierliche Feedbackschleifen (durch MVP und UX) und damit auch der notwendige Lerneffekt möglich.  
  • Von Geheim zu Transparenz (durch Offenlegen aller relevanter Informationen, die zum Arbeiten benötigt werden): Die Transparenz ist auf der einen Seite notwendig, damit jeder an die Informationen, die er für die Problemlösung braucht auch hat. Auf der anderen Seite werden Probleme innerhalb der Organisation bzw. Team erst offensichtlich, wenn eine Gesamtsicht darauf möglich ist. 

Zusammenfassung: Voraussetzung Für einen erfolgreichen Kulturwandel

 

Die Hauptaufgabe von Management ist es, ein Umfeld für motivierten Menschen zu schaffen, die gerne zusammenarbeiten und sich austauschen, um die erforderliche Innovationskraft für den Markt zu haben. Durch einen guten Querschnitt zwischen Arbeitsweise, Ausrichtung und Technologie kann dies erreicht werden.

  • Verbesserung der Arbeitsweise durch  Einführung von Agilität mit hoher Teamorientierung: Vorgehen mit empirischen Ansatz (Umgang mit Komplexität). Stabile Cross-funktionale Teams über Abteilungsgrenzen hinweg mit Eigenverantwortung und gegenseitiges Vertrauen auf allen Ebenen
  • Ausrichtung auf den Kunden bzw. Nutzer: Angebot an den Nutzer ausrichten und kontinuierlich überprüfen (Feedback- und Fehlerkultur)
  • Wandlungsfähige Technologien: Iterativ anpassungsfähige IT-Systeme, wie beispielsweise Microservices als Architektur.

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