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Die Palme

Mit dieser Gruppenübung kann jeder miterleben, welche unterschiedlichen Führungs- und Kommunikationsstile es gibt und wie wichtig es ist, die gleiche Sprache zu sprechen bzw. die Kommunikation gegenseitig anzupassen.

Dieses Spiel ist ähnlich wie die Frühlingswiese in einer sehr kurzen Zeit mit einem großen Aha Effekt machbar.

Überblick

  • Gruppengröße: Es können beliebig viele Personen teilnehmen. Wichtig ist allerdings, dass es nur zwei aktive Teilnehmer gibt: Eine Person beschreibt was gemalt werden soll und die andere Person ist für das Malen zuständig. Es kann allerdings auch skaliert werden, indem eine weitere Person parallel dazu malt. Die restlichen Teilnehmer sind Beobachter. Diese verteilen sich gleichmäßig hinter dem Beschreiber und Maler.
  • Dauer: Die eigentliche Übung nimmt ca. 7 Minuten in Anspruch. Die endgültige Zeit ist abhängig von der Tiefe der Reflexion.

Material

  • 1 x Flipchart mit leeren Papier
  • Entsprechende Stifte (rot, blau, grün, schwarz)
  • Eine vorbereitete Zeichnung (Originalbild) von einer Insel mit einer Palme als Vorlage, ggf. nochmal ein Flipchart oder Klemmbrett
  • Timer
Download
Originalbild der Palme
Spielvorlage der Zeichnung für das Flipchart
Quelle: Praxisbuch Agilität - Tools für Personal- und Organisationsentwicklung von häufe
DiePalme.pdf
Adobe Acrobat Dokument 868.3 KB

Vorbereitung

  • Das vorbereitete Originalbild darf am Anfang für niemanden eingesehen werden. Es kann beispielsweise verdeckt am anderen Ende des Raumes sich befinden und sollte nur aus einer Ecke einsehbar sein. Die Arbeitsseite des Flipcharts darf nicht zur Raummeter zeigen.
    Alternativ kann die Vorlage einfach ausgedruckt werden und auf einem Klemmbrett zur Verfügung gestellt werden.
  • In einer anderen Ecke des Raumes ist ein Flipchart mit einem leeren Papier und Stifte in den Farben rot, blau, grün, schwarz aufgestellt. Die beschreibbare Seite zeigt ebenfalls nicht in die Raummitte, so dass nur derjenige der die Palmen malen wird und die dazugehörigen Beobachter es einsehen können.

Ablauf

  1. Es gibt zwei Freiwillige: Einer ist der Beschreiber und erhält zu Beginn verdeckt das Originalbild, der andere ist der Maler und erhält das leere Flipchart mit Stiften. Die restlichen verteilen sich hinter den beiden als stumme Beobachter.
  2. Der Moderator gibt die folgende Anweisung: "Ich werde gleich das Originalbild zur Verfügung stellen (aufdecken). Ich bitte dich als Beschreiber, deinem Gegenüber das Bild so zu beschreiben, dass dieser es Malen kann. Ihr habt 7 Minuten Zeit. Die anderen Teilnehmer möchte ich bitten, nicht zu sprechen sondern ausschließlich zu beobachten."
    Das Spiel kann auch in der Variante gespielt werden, dass auch der Malende nicht reden oder nachfragen darf. 
  3. Nun wird das Bild aufgedeckt und die Zeit beginnt zu laufen. Der eine erklärt dem anderen, was er auf dem Bild sieht und was der andere malen soll.
  4. Anschließend wird die Übung mit den nachfolgenden Fragen reflektiert.

Reflexion

Folgende Fragen können für die Reflexion gestellt werden:

  • Bevor das Ergebnis aufgedeckt wird: Glaubt ihr, dass sich das Originalbild und Eure Nachzeichnung ähneln?
  • Wie verlief die Kommunikation?
  • Welche Muster konntet ihr erkennen?
  • Wie war es, eine Beschreibung zu geben? 
  • Wie hat es sich angefühlt zu malen?
  • Wie habt ihr euch als Beobachter gefüllt?
  • Was könnt Ihr aus dieser Übung für Euren Alltag mitnehmen?

Ergebnis

Ergebnis beim 9. Agilen Stammtisch in Lindau

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