· 

Community of Practice (CoP)


Definition

Eine Community of Practice ist eine Gruppe von Menschen, die ein gemeinsames Anliegen oder eine Leidenschaft für etwas haben. Es geht um eine praxisbezogene und abteilungsunabhängige Gemeinschaft, die sich regelmäßigen austauschen und verbessern wollen. Die Teilnahme an einer solchen Gemeinschaft ist immer freiwillig und ist unabhängig von Vorkenntnissen. Anfänger, Fortgeschrittene und Experten treffen sich regelmäßig, um gemeinsam zu lernen.

 

ZiEl

Die Idee von Communitys of Practice ist, dass Lernen in sozialen Kontexten auf Basis von gemeinsamen Werten stattfindet. Im Fokus stehen das gemeinsame Lernen und gegenseitige Hilfe und Unterstützung sowie Austausch von Ideen, Einsichten und Erkenntnissen (kollektiver Lernprozess). Die Mitglieder der Community entwickeln sich dabei automatisch weiter, da sie miteinander interagieren um das gemeinsame Ziel zu erreichen.

Allgemeine Ziele von Communities of Practice sind Wissen zu fachspezifischen Themen zu identifizieren, sammeln,  systematisieren, beurteilen, auszutauschen und zu verbreiten. Langfristig soll aber auch neues Wissen generiert werden und durch Ausprobieren von neuen Methoden die Strategien mittels Lernen aus alten Fehlern verbessern.

 

Struktur von Community of Practice

Nach Wenger bestehen CoPs aus drei Kernelementen, die von einander abhängig sind und sich wechselseitig bedingen. Es sollte ein Gleichgewicht zwischen diesen Kernelemente vohanden sein.

 

Der im Bild schwarz dargestellte Bereich symbolisiert den Kern einer Community of Practice, in dem sich die Kernmitglieder befinden. Im Kern sammelt sich das Wissen und hier herrscht die größte Anstrengung, die Community zu organisieren und lebendig zu halten. Je näher sich Mitglieder am Kern befinden, desto höher Interesse an der Teilnahme. Das Engagement nimmt nach außen hin ab.

 

 

Dieses Modell schafft eine ideale Basis, um Wissen in einem Unternehmen bereitzustellen. Die drei Teile einer Community of Practice repräsentieren sinn- und identitätsstiftend die unterschiedlichen Aspekte der Teilnahme von Mitgliedern.

 

  • Domain (Wissensbereich):
    • Anzahl der Experten ist höher als Anzahl von Novizen
    • Verhandlung von Wissensgebieten
    • Sammlung von Themen, Schwerpunkten, Problemen und offenen Punkten, von großer Bedeutung für die Mitglieder
    • Interessenkern, mit dem sich die Mitglieder identifizieren
    • Zentrum für Wissensgestaltung und –weiterentwicklung
    • hat die größte Dynamik der drei Teilbereiche
  • Community (Gemeinschaft):
    • Experten und Novizen befinden sich auf einer Ebene
    • Führung der Gemeinschaft ist flexibel
    • Raum für persönliche und institutionelle Beziehungen und Begegnungen
    • fördert die Bindungen, Interaktionen und Entwicklung der individuellen und kollektiven Identitäten
    • Herausbildung von eigenen Sitten und Gebräuchen sowie Kommunikationsregeln
  • Practice (Praxis):
    • Ort für das gemeinsam erarbeitetes Wissen zur Aufgabenbewältigung, wie z.B. Referenzmodelle, Standards, Ideen Instrumente, Geschichten, Erfahrungen, Dokumente etc.
    • Mitglieder praktizieren, verdeutlichen und teilen hier ihr Wissen
    • Übertragung des impliziten Wissens durch aktive Teilnahme und Erzählen aus dem Wissensschatz

 

Quelle: https://wiki.infowiss.net/Communities_of_Practice

Kommentar schreiben

Kommentare: 0