· 

7. Agile Stammtisch Lindau

In die neue Location Ottimo am Hafen - übrigens mit einem dem schönsten Blick auf das Wahrzeichen von Lindau - haben sich 11 Agilsten eingefunden. 

 

Da diesmal nur zwei neue Gesichter dabei waren, habe ich einen Walk & Talk mit Bingo für den Einstieg vorbereitet. Es mussten unterschiedliche Eigenschaften gefunden werden. Darunter zählten sichtbare Eigenschaften wie Haarfarbe, aber auch Details wie besuchte Reiseländer, Fahrzeugarten oder Hobbys. Sobald jemand 5 Eigenschaften  gefunden hatte, musste er Bingo rufen.

Am Ende hatte so ziemlich jeder doch nochmal etwas kennengelernt, dass er zuvor noch nicht wusste.

 

Agile Game

Als spielerische Einlage hatte ich diesmal The Blame Game vorbereitet. Durch dieses Spiel soll verstanden werden, welcher Einfluss Bonus/Malus Regelungen auf die Leistungen und Fehlleistungen bei der Zusammenarbeit in einem Team hat.

 

Ziel des Spieles ist es innerhalb von 5 Minuten, ein oder mehrere Kartenhäuser zu bauen. Für jeden Abschnitt gibt es Punkte. Es treten zwei Teams gegeneinander an und bekommen separate Spielregeln, da die Punkte Verteilung unterschiedlich ist.

  • Team 1: Bewertung der Teamleistung
  • Team 2: Bewertung der Einzelleistung 

 

 

Leider blieb diesmal der gewünschte Aha-Moment aus. In der Feedback Runde wurde genannt, dass zu schwer verständlich war.

Lean Coffee

An diesem Stammtisch haben wir mal wieder Lean Coffee als Struktur verwendet:

 

1. Erfahrungsaustausch Onboarding von neuen Mitarbeitern

Alle waren sich einig, dass ein Onboarding nicht einfach so nebenbei erfolgen kann, sondern ein paar Rahmenbedingungen vorhanden sein sollten:

  • Mentor/Pate als Begleitung am Anfang.
  • Checkliste mit durchzuführenden Schritte bzw. definierten Aufgaben sowie integrierte Feedbackschleifen.
  • Möglichst zu Beginn aktiv in alle Events integrieren und eine Stimme geben. So wird im Team schnell transparent wo jeder steht bzw. tickt.
  • Definition, ab wann ein neuer Mitarbeiter als Produktiv gilt.

2. Die Rolle des Projektleiter im agilen Umfeld

Gestartet wurde die Diskussion mit der Rollen Definitionen:

  • Scrum Master: Bindeglied zwischen Team und Organisation, Fokus auf Zwischenmenschliches und Prozess.
  • Produkt Owner: Schnittstelle zwischen Kunde und Team, Fokus auf Kommunikation und Anforderungen/Produkt.

Hinsichtlich der Situation, wie die Projektleiter Rolle zusätzlich zu den oben genannten Rollen eingegliedert werden sollte, gab es unterschiedliche Erfahrungen bzw. Standpunkte. Schlussendlich wurde man sich einig, dass es sinnvoll sein kann, dass ein Projektleiter in manchem Umgebungen noch die Hauptkommunikation übernehmen kann. Ein Projektleiter, der in die agile Welt wechseln will, sollte sich anhand seinen Fähigkeiten überlegen, in welche agilen Rolle er sich wohler fühlen würde.

 

3. Wissensmanagement

Aufbauend auf die vorangegangene Onboarding Diskussion wurde hinterfragt, wie eine Wissenskultur  geschaffen werden kann. Das Problem, dass tiefes Wissen meistens nur auf wenige Leute verteilt ist  kannte nahezu jeder in der Runde. Das Problem wird akut, wenn ein Wissensträger das Unternehmen verlässt. 

Daher wurde hinterfragt, wie am besten das Wissen erhoben werden kann.

  • Welches Wissen ist wo vorhanden?
  • Welches Wissen soll transferiert werden?
  • Wie soll Wissenstransfer organisiert werden?

Es wurde aber auch hinterfragt, wie das klassische Wissensmanagement beispielsweise bei der Erhebung von Kompetenz-Profilen helfen kann.

 

4. Dominante Person im Team

Wie soll der Scrum Master agieren, wenn durch eine dominante Person keine kritischen Stimmen mehr im Team vorhanden sind und nichts mehr hinterfragt wird.

 

Folgende Lösungsvorschläge wurden diskutiert:

  • Teammitglieder sollten motiviert werden wieder Kritik zu äußern.
  • Durch Perspektivenwechsel ein Gedankenspiel beim Team erzeugen.
  • Dominante Person erst am Ende der Diskussion das Wort geben oder analog zum Planning Poker, Entscheidungen verdeckt durchführen und gemeinsam diskutieren.
  • Superleader Karten in einer Retrospektive benutzen.

 

Da das letzte Thema ein wahrer Schatz sein könnte, gibt es diesmal eine Hausaufgabe für das nächste Mal:  Jeder soll sich Gedanken machen über das Jahr 2024:

  • Wie sieht der Stammtisch aus?
  • Welche Themen sind aktuell?
  • Wie weit ist die Agilität eingedrungen?

Danke Andreas für diese sehr interessante Frage. Ich freue mich schon auf die Diskussion. 

 

Ein besonderer Dank geht auch an Nina, unserem Schwamm an Board fürs protokollieren. Es war eine gute Basis für das Erstellen von diesem Blogartikel.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0