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14. Agile Stammtisch

Dieses Mal haben sich 10 an Agilität interessierte und aktive am Stammtisch in Lindau eingefunden. Mich persönlich freut es immer, wenn auch wieder neue Interessierte da zustoßen und die Runde mit ihren Geschichten und Perspektiven bereichern. Genau diese Vielfalt macht es auch aus, dass jede Stammtischrunde einzigartig ist.

 

Kennenlernen mit Mikado

Das Spiel Tower of Preference zum gegenseitigen Kennenlernen auf Basis eines Jenga Turm ist bisher immer gut angekommen. Daher kam mir die Idee dieses Prinzip auf das Mikado Spiel  als Agile Game auch anzuwenden. 

 

Es wird nach denselben bekannten Regeln gespielt - auch das Ziel bleibt dasselbe. Zusätzlich werden aber die Farben auf den Stäben miteinbezogen. Nach dem erfolgreichen Nehmen eines Stabes muss derjenigen gemäß den Farben etwas aus der Kategorie von sich erzählen:

  • blau: Beruf (Vergangenheit bis heute)
    Beispiel: Lieblingstätigkeiten oder -fach, Rollen, Lustige Geschichten
  • rot: Privat (Vergangenheit bis heute)
    Beispiel: Hobby, Lieblingsfilm oder -buch, Familie, Urlaub
  • gelb: Ziele/Wünsche für die Zukunft (Beruflich oder Privat)

 

Beispiele

  • Der Stab ist blau-rot-blau: Derjenige erzählt zwei berufliche Fakten und eine private Information über sich.
  • Der Stab ist rot-gelb-blau: Derjenige erzählt jeweils eine Informationen über sich aus dem beruflichen und privaten Bereich sowie äußert einen Ziel bzw. Wunsch.

Dabei ist jedem natürlich freigestellt, welche Information er mit anderen teilen will. Die detaillierte Beschreibung ist hier zu finden.

 

Das Spiel kam sehr gut an, hat nur in die Länge gezogen. Die Optimierung auf Basis des Feedbacks ist bereits in der Beschreibung aktualisiert.

Lean coFFE

Beim Lean Coffee gab viele gewünschte Themen, aber am Ende zu wenig Zeit um alle zu behandeln. Die Diskussion um Agilität und Persönlichkeitsentwicklung bzw. die Auswirkung auf die Unternehmenskultur, hat sich als der richtige Impuls für diesen Abend herausgestellt. 


Jeder aus der Gruppe konnte zu dem Thema etwas beisteuern und die unterschiedlichen Perspektiven trugen zu einer interessanten Diskussion bei. So ging es auch fließend in das zweite Thema über, welche Voraussetzungen für ein agiles Team in einem nicht agilen Umfeld geschaffen werden müssen.

 

Auch wenn diesmal keine große Themenvielfalt gab, wurde die Diskussion als sehr wertvoll von der Runde wahrgenommen. In der Abschlussrunde wurden folgende Gedanken als wesentliche Punkte mitgenommen:

  • Klassisches Dreieck des Scheitern - oder wann ist welche Vorgehensweise sinnvoll?
  • Agile Werkzeuge können sehr unterschiedlich und flexibel in Unternehmen eingesetzt werden.
  • Eine Erkenntnis aus der Diskussion war, dass es "Alter Wein in neuen Schläuchen" ist und regelmäßig auf altbewährtes zurückgegriffen wird.
  • Fragezeichen blieben, was wirklich mit dem Mensch bei der Schnelligkeit passiert und ob wirklich alle Kundenprobleme so gelöst werden können.
  • Voraussetzungen und Strukturen für agile Teams müssen schrittweise geschaffen werden, wie beispielsweise der geschützte Raum für das Team und T-Shape Skills für die Cross-Funktionalität.

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