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11. Agile Stammtisch Lindau

Wenn beim Agile Stammtisch eine interaktives Training für das Intro einer Präsentation gab, kann ich es mir jetzt nicht nehmen lassen folgenden Opener zu formulieren.

Vorletzter Dienstag im Monat, es schüttet mal wieder aus Kübeln. Trotzdem waren 15 Personen zum Agilen Stammtisch gekommen um sich auszutauschen. Oder lag es daran, dass heute etwas neues geplant war?

Personal Map zum Kennenlernen

Die Personal Map von Management 3.0 ist ein guter  Einstieg, um ein besseres Verständnis für sein Gegenüber zu erhalten und die Kommunikation sowie die Kreativität zu steigern. Es kann aber auch einen großen Beitrag zur Schaffung von Empathie leisten.


Diese persönliche Karte in Form eines Mind Maps kann beispielsweise bei der Vorstellung verwendet werden. Entweder bei einem neuen Teammitglied oder wenn ein Team neu zusammengestellt wird. Oder in unserem Fall, um sich untereinander an einem Stammtisch besser kennenzulernen.

 

Das Mind Map kann auf einem (Flipchart-)Papier, beispielsweise wenn sich alle an einem Ort aufhalten oder in eine Mind Map bzw. Zeichenprogramm erstellt werden im Falle, dass sich es sich um verteiltes Arbeiten handelt.

 

Jeder kann seine eigene Geschichte auf dem Papier erzählen. Spannend wird es hierbei jedoch, wenn ein anderer die Geschichte vorstellt. So wurden auch wieder einige Gemeinsamkeiten ersichtlich.

 

Ausführliche Beschreibung: Personal Map

Interaktive Präsentation Übung: How to Intro

 

In der interaktive Übung hat Walter Melcher als Präsentationstrainer die Einleitung eines Präsentation in den Vordergrund gestellt.

 

Unser dynamisches Leben ist voll von Möglichkeiten und Potentialen. Gleichzeitig bringt es neue Herausforderungen mit sich und schafft dadurch eigene Währungen: Zwei dieser Währungen sind Zeit und Aufmerksamkeit. Bedingt durch digitale Kommunikationskanäle und unendlich viele, oftmals parallele Termine werden diese zwei Währungen immer bedeutender.
Das Handy und die Uhr wurden schon vor langer Zeit Smartphone und Smartwatch und können in wenigen Millisekunden unsere Aufmerksamkeit verändern und uns das Gefühl geben noch weniger Zeit zu haben.
Gleichzeitig steigt die Komplexität und Vielfalt der Themen an denen wir arbeiten, sodass auch die Kommunikation von Inhalten und Ideen immer herausfordernder wird.
Die Kombination aus dem führt dazu, dass unser Publikum in Vorträgen sich bereits nach wenigen Sekunden ablenken lässt und sich mit anderen Gedanken oder Themen beschäftigt. Der Aufmerksamkeitskredit ist also aufgebraucht.

 

In seinem kurzen Impulsvortrag konnte er eindrücklich beweisen, wie wichtig ein guter Opener bei einer Präsentation ist. Er zeigte uns auf, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen - angefangen von dem richtigen Performer Mindset und unerwartetem Start mit Worten und Bewegung. aber auch dem Blackscreen am Anfang. Immer wieder flossen von ihm zahlreiche Beispiele für einen unerwarteten Start ein, wie beispielsweise mit einem Zitat oder geschlossenen Fragen bis hin zu Provokation oder Statistik der gewünschte Effekt erzeugt werden kann.

 

Jeder Teilnehmer hatte anschließend die Möglichkeit durch die Übung „How to Intro“ ein Thema seiner Wahl auf die vorgestellten Pattern anzuwenden, um selber aus zu testen, wie der Aufmerksamkeitskredit als Investition mit positiver Rendite eingesetzt werden kann, anstatt für leere Augen zu präsentieren.

Diskussion & Austausch mittels Lean Coffee

Wir haben uns zu Beginn erstmal die Themenzettel angeschaut, die es das letzte Mal nicht geschafft hatten. Anschließend gab es die Möglichkeiten neue Themen vorzuschlagen. Die nachfolgenden Themen hatten den größten Zuspruch in der gegebenen Zeit gefunden:

  

1) Agile Zweifler überzeugen

 

Frank war auf der Suche nach Inspiration, wie er mit Personen im Unternehmen umgehen kann, die aus verschiedenen Gründen gegen die Einführung von Agilität sind. Da es immer irgendwo Zweifler gibt, konnte auch nahezu jeder einen Beitrag zur Diskussion leisten.

 

Es wurden verschiedene Vorschläge gemacht, angefangen davon, das Wort agil erst gar nicht mehr zu nennen, sondern einfach etwas neues (als Experiment) ausprobieren zu lassen und damit auch automatisch ein Pilotprojekt als Success Story zu starten. Um eine andere Perspektivenwechsel zu erwirken können auch Metaphern oder Analogien angewendet werden.

 

Des Weiteren sollten alle notwendigen Personen, insbesondere das mittlere Management einbezogen werden, und beispielsweise auch Alternativen zu den klassischen Kennzahlen definiert werden, aber auch durch Coaching bestehende Ängste zu nehmen. Die Führung fällt nicht weg, sie wird nur anspruchsvoller. Dies kann auch eine Chance für jede Führungskraft sein.

 

Durch das Stellen der Frage "Weißt du wirklich schon im Detail wie genau dein Produkt am Ende aussieht" kann ein Zweifler zum Nachdenken angeregt werden, ob die bestehende Vorgehensweise eventuell gar nicht das Richtige ist. Es sollte nicht das Ziel verfolgt werden, jeden überzeugen zu wollen, da das gar nicht langfristig sinnvoll ist. Manchmal ist es für beide Parteien das Beste ist, sich voneinander zu trennen, anstelle zuviel Energie in etwas zu stecken, dass nicht änderbar ist.

 

Am Ende nahm Frank aus der Diskussion folgenden zwei Key Take aways für sich mit:

  • Man muss nicht alle überzeugen
  • Viel miteinander reden und kleine Leuchttürme erschaffen

2) Polyphasischer Schlaf

 

Beim polyphasischen Schlafen wird der nächtliche Schlaf in mehrere Schlafphasen über den Tag hinweg verteilt. Im Gegensatz zum monophasischen Schlaf schläft man nicht 6-8 Stunden am Stück, sondern zum Beispiel in 6 x 20 Minuten Phasen. Dies ist möglich, da es nicht darauf ankommt, wie lange wir schlafen, sondern wie häufig wir uns in der REM Phase befinden. In der Theorie kann man dadurch seine Gesamtschlafdauer zum Teil erheblich reduzieren und kann die gewonnene Zeit für neue Projekte nutzen.

 

Mark und Birgit haben verschiedene Schlafmuster in dem Bereich ausprobiert und Mark berichtet in dieser Session über seine Erfahrungen.

 

Beispiele Schlafmuster

  • Mit der Everyman-Methode brauchst du täglich nur noch 4 Stunden schlafen.
  • Mit der Uberman-Methode kannst du deinen Schlaf sogar auf 2 Stunden reduzieren.

Eine interessante App zur Visualisierung ist Napchart.

 

Zuerst braucht der Körper mindestens eine Woche, um überhaupt reinzukommen. Er empfiehlt 2 Tage lang nicht zu schlafen, um den Effekt des schnellen Einschlafens zu ermöglichen. Mit der Zeit gewöhnt sich dann der Körper an den neuen Rhythmus. Er hat feststellen können, dass sich der Geist besser als der Körper erholt. Je nach gewähltem Schlafmuster wird es problematisch mit gesellschaftlichen Verpflichtungen und Pflege von privaten Beziehungen. Trotzdem schaffen es viele diesen Lebensstil über Jahre hinweg so zu leben.

 

Weiterführende Erfahrungsberichte:

Die wichtigsten Key Take aways der Teilnehmer

  • Faszinierend, dass es trainierbar ist.
  • Für die Mehrzahl wäre es nichts, da sie ihre 5 Stunden am Stück brauchen, da sie ansonsten sich wie eine "überfahrene Katze" fühlen

3) Social Media Strategie

 

In der heutigen Zeit ist das Beschäftigen mit den Sozialen Medien unabdingbar. Birgit will eine Community aufbauen und wollte daher durch einen Erfahrungsaustausch wissen, wie andere hier vorgehen.

 

Folgende Zusammenfassung ergab sich aus dem Austausch:

  • Analysiere deine Zielgruppe, beispielsweise mit Google Analytics oder den Ad-Managern von Facebook oder Xing. Definiere auf Basis der Informationen deine Personas.
  • Beziehe Google Keywords immer in deine Recherchen mit ein.
  • Lade zuerst deine Freunde ein, dann schreibe gezielt Personen innerhalb deiner Zielgruppe an.
  • Immer erst Inhalte schaffen, die auch einen Mehrwert für deine Zielgruppe hat.
  • Regelmäßig Posten. Lieber nur alle 2 Tage etwas Relevantes als 10 x am Tag irgendwas
  • Nicht von Anfang an gleich alle Social Media Kanälen abdecken, da auch an die entsprechende Antwortzeiten gedacht werden muss.

Veranstaltungstip: Am 12./13.09.19 findet ein Social Media Workshop am Beispiel THE LINE in Friedrichshafen statt.

Feedback

Die Gruppe wurde wieder als interessant und die Themen sehr spannend und abwechslungsreich wahrgenommen. Der Kurzvortrag mit der Präsentationsübung kam sehr gut an. Jeder konnte das ein oder andere mitnehmen. Robert bedankte sich nochmal explizit, da er am letzten Stammtisch genau den richtigen Impuls zur richtige Zeit mitnehmen konnte. Einzig die Lautstärke wurde wieder bemängelt. Ich hoffe ich finde dafür in der Zukunft irgendwann eine bessere Lösung.

 

Bitte um Beachtung:

Ab dem 13. Stammtisch gibt es folgende Änderung:

In Xing ist es nicht mehr möglich mit Vielleicht zu zusagen, da dies für einen Organisator keine planbare Antwort ist. Es ist weder Zusage noch Absage, so dass dies nicht gezählt wird. Daher bitte, auch im Facebook, für eine bessere Planung zeitnah Zu- oder Absagen.

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